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New Leaf, Ihr Spezialist für Akupunktur in Zürich. Zentral gelegen, bis 20 Uhr geöffnet. Behandlungen auf Deutsch, Französisch oder Englisch. 

Blog

In unserem Blog werden periodisch interessante News aus dem Bereich der Chinesischen Medizin publiziert, wie auch spannende Beiträge unserer Therapeuten aus der Gemeinschaftspraxis New Leaves, mit Schwerpunkt Psychologie und Psychosomatik.

Drei einfache Atemübungen für den Alltag

Jean-Philippe Rüegg

Wir tun es jederzeit, aber meistens unbewusst: atmen. In dieser kurzen Anleitung teilt Lucas Rockwood, ein bekannter Yoga-Lehrer, seinen einfachen, aber effizienten Ansatz der Yoga-Atmung. Seine Theorie: in Situation, in denen wir angespannt sind und in eine Kampf-oder-Flucht-Reaktion kommen, haben wir die Tendenz stärker einzuatmen. Analog dazu, haben wir bei Entspannung Tendenz stärker auszuatmen. Seine drei Übungen basieren auf diesem Prinzip. Sind einfach anzuwenden und gut in den Alltag zu integrieren. Man soll dabei eine aufrechte Sitzposition einnehmen, Gesicht und Schultern entspannen, die Augen schliessen und durch die Nase ein-und ausatmen: 

 

Wasser-Atmung

  • Wirkt ausgleichend

  • 4 Sekunden einatmen, 4 Sekunden ausatmen

 

Whiskey-Atmung

  • Wirkt entspannend (parasympathisches Nervensystem)

  • 4 Sekunden einatmen, 8 Sekunden ausatmen

 

Kaffee-Atmung

  • Wirkt dynamisierend (sympathisches Nervensystem)

  • 20 Mal schnell ein- und ausatmen, dabei auf das Ausatmen fokussieren (ähnlich wie Niesen)

Shinrin-yoku Teil 2: Eine Anleitung in zehn Schritten

Jean-Philippe Rüegg

1. Schlendern

Gehe langsam und gemütlich spazieren. Streckenverlauf, Ziel und Dauer sind nicht festgelegt.

2. Rasten

Halte inne, verausgabe dich nicht. Lege rechtzeitig Pausen ein. Lass die Seele nachkommen.

3. Wahrnehmen

Erlebe, was dich umgibt, aber ohne Leistungsdruck. Staune, geniesse die Formen, Farben, Gerüche und Geräusche des Waldes. Leg dich ins Laub, sonne dich. Berühre eine Rinde, lehne dich an einen Stamm, setze dich auf einen Baumstumpf. Probiere junge Blätter, die du kennst. Entdeckst du einen Bach, schau aufs Wasser, kühle deine Füsse.

4. Ausprobieren

Gehe mit offenem, wachem Blick, entdecke Bekanntes neu. Lege ein Mandala, flechte Gräser, sammle Steine, Eicheln oder Kastanien, suche dir einen schönen Spazierstock.

5. Sanfte Bewegung 

Balanciere über Stämme, hüpfe über Stümpfe. Wenn du kannst, übe Yoga – der Körper bekommt so mehr Sauerstoff.

6. Achtsamkeit

Sei mit deiner Aufmerksamkeit im Moment, staune vorbehaltlos, nimm Eindrücke wertfrei wahr.

7. Augenentspannung

Schau in die Ferne: Geniesse das Grün des Waldes, entlaste deine monitormüden Augen.

8. Atemübungen

Setze dich an einen schönen Platz, und beobachte deinen Atem, lass ihn kommen und gehen.

9. Meditation

Sammle dich, beruhige deinen Geist, dann findest du zur Ruhe. Anfänger lassen sich anleiten.

10. Stille

Schweige, träume und geniesse das Alleinsein.

Quelle: ZEIT Wissen Nr. 3/2018, 17. April 2018

Shinrin-yoku: Die japanische Kunst des Waldbadens

Jean-Philippe Rüegg

Wo es würzig riecht, das Licht milde schimmert, die Luft klar ist, sich die Wipfel im Wind wiegen und der Boden unter den Füssen federt. Nur schon die Beschreibung eines schönen Waldes weckt bei uns positive Assoziationen. In den Wald eintauchen – darauf basiert die japanische Tradition des Shinrin-yoku, des Wald(luft)badens.

Qing Li forscht an der Nippon Medical School und ist eine Koryphäe der Waldmedizin. Sein Ziel: die Waldmedizin zu einer international anerkannten Wissenschaft zu machen. Der Professor praktiziert mit seinen Studenten Shinrin-yoku und gibt folgende Anleitung: "Schau dir die Farben der Bäume an, atme tief ein, hör die Blätter rauschen. Wenn du müde bist, darfst du dich ausruhen, wo und wann du willst. Wenn du durstig bist, darfst du etwas trinken, wo und wann du willst. Dreckige Hände machen dich gesund. Waldgänge klären deine Gedanken."

Das japanische Landwirtschaftsministerium führte Shinrin-yoku schon Anfang der achtziger Jahre ein und förderte ein millionenschweres Forschungsprogramm, um die medizinische Wirkung des Waldbadens nachzuweisen. Vor zwölf Jahren eröffnete dann das erste Zentrum für "Waldtherapie", und japanische Universitäten bieten inzwischen eine fachärztliche Spezialisierung in "Waldmedizin" an. In mehreren Studien hat Li gemeinsam mit japanischen und koreanischen Kollegen gezeigt, dass schon ein kurzer entspannter Spaziergang durch den Wald einen Einfluss auf unsere Gesundheit hat. Im Wald steige die Zahl der Killerzellen und das Immunsystem verbessere sich, schreiben die Wissenschaftler. Blutdruck, Kortisol und Puls würden sinken – schon nach einer Stunde im Wald.

Eine kurze Shinrin-yoku-Anleitung gibt es im nächsten Blog-Beitrag.

Quelle: ZEIT Wissen Nr. 3/2018, 17. April 2018

Selbstbewusst durch Power-Posing

Jean-Philippe Rüegg

Eine einfache Übung, die ich immer wieder gerne meinen Klienten mitgebe, nennt sich Power-Posing. Um einen Effekt zu erzielen, brauchen Sie nur zwei Minuten Zeit. Dies zumindest behauptet die Sozialpsychologin Amy Cuddy in ihrem beliebten TED-talk Ihre Körpersprache beeinflusst, wer Sie sind. Die Wissenschaftlerin erklärt auf klare Weise, wie unsere Körpersprache und unsere Haltung unseren Geist beeinflusst – nämlich indem wir eine starke und offene Haltung einnehmen, die Cuddy Power-Pose nennt. Die Aussagen basieren auf den Ergebnissen ihrer Studie, die sie an der Harvard Universität durchgeführt hat. Dabei mussten die Probanden*innen während zwei Minuten entweder eine selbstsichere, expansive Körperhaltung einnehmen, oder eine unsichere und in sich gekehrte. Es stellte sich heraus, dass die Teilnehmer*innen mit der selbstsicheren Haltung besser in Vorstellungsgesprächen abschlossen, als die anderen Probanden*innen.

Eine weitere Erkenntnis aus dieser Studie hat gezeigt, dass Power-Posing einen messbaren Effekt auf die Hormone hat. Das Stresshormon Cortisol soll dadurch verringert werden, während der Testosteronspiegel erhöhrt wird. Für die Wissenschaftlerin war der Beweis erbracht, dass Power-Posen einen positiven Effekt auf das Selbstbewusstsein hat.

Nehmen Sie sich die zwei Minuten für Power-Posen. Zum Beispiel morgens, um den Tag gut zu starten. Eine einfache und nachweisbar effiziente Methode für mehr Entspanntheit und mehr Entschlossenheit.

Der entspannendste Song der Welt

Jean-Philippe Rüegg

nature

Wer schon in unserer Gemeinschaftspraxis war, hat bestimmt bemerkt, dass wir im Wartebereich gerne mit Düften und Klängen arbeiten, um eine positive und entspannende Atmosphäre zu kreieren. In diesem Beitrag geht es um Klänge, spezifisch um ein Lied, das zur Zeit häufig bei uns zu hören ist. Weshalb gerade dieses Lied?

Die britische Band Marconi Union hat zusammen mit Klangtherapeuten der British Academy of Sound Therapy daran gearbeitet, anhand von wissenschaftlichen Theorien den perfekten entspannenden Song zu kreieren. Das ist ihnen gemäss einer Studie von Mindlab International auch gelungen. 

Das Lied mit dem Titel „Weightless“ beginnt mit einem Tempo von 60 Schlägen pro Minute und verlangsamt sich mit der Zeit auf 50. Beim Hören passt sich die Herzfrequenz dem Tempo an. Gleichzeitig senkt sich der Blutdruck. Die Melodie wiederholt sich nie – dadurch kann man als Zuhörer besser entspannen und versucht nicht, die Melodie unbewusst vorauszuahnen. 

Gemäss Dr. Davis Lewis-Hodgson von Mindlab International ist die Wirkung dieses Liedes auf die Probanden ausserordentlich stark, verglichen mit der Wirkung von jedem anderen Lied, das untersucht wurde. „Weightless“ führte zu einer 65 prozentigen Reduktion von Angstempfinden und Unruhe bei den Studienteilnehmern. Hirnscans haben gezeigt, dass Musik einen Einfluss auf tiefliegende Hirnregionen hat; neben den Regionen, die für die Verarbeitung von Klängen zuständig sind, reagieren auch solche, die mit Emotionen assoziiert werden. 

Auf diesem Gebiet bleibt noch vieles zu erforschen. Es ist aber unbestritten, dass Musik einen Einfluss auf die Psyche hat – sei es um die Konzentration zu fördern oder, wie in diesem Fall, um sich zu entspannen. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit für „Weightless“. Das Lied dauert 8 Minuten, die man für den gewünschten Effekt voll ausnutzen soll. Man findet ebenfalls zehnstündige Versionen davon. Die Forscher warnen davor, das Lied beim Autofahren zu hören, da es bei machen Leuten einschläfernd wirken kann. Wir wünschen gute Entspannung mit „Weightless“. 

Ätherische Öle in der Chinesischen Medizin

Jean-Philippe Rüegg

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Ein paar interessante Fakten

  • Sie haben einen öffnende Wirkung auf die Sinnesorgane und können unsere Wahrnehmung und die Art, wie wir die Welt sehen, verändern. 

  • Ihre Anwendung zielt darauf ab, Klarheit in unser Leben zu bringen und neue Möglichkeiten zu öffnen. 

  • Die Ätherischen Öle sind das „Jing“, also die Essenz der Pflanze. Das Konzept von Jing gibt es auch beim Menschen – es wird in den Nieren gespeichert. 

  • In der westlichen Medizin besteht eine enge Verbindung zwischen dem Geruchssinn und dem Limbischen System, das bei der Entstehung von Gefühlen eine wichtige Rolle spielt. 

  • Eine besondere Anwendung finden Ätherische Öle in der kalten Jahreszeit. Häufig findet man „Wind“ Erkrankungen, die man in Wind-Kälte und Wind-Hitze unterteilt. 

  • Wind-Kälte: Aversion gegen Wind, Frösteln, Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Husten, laufenden Nase
    Wirksame Öle: Ingwer, Eukalyptus, Basilikum, Gewürze, Perilla

  • Wind-Hitze: Fieber, Schwitzen, gerötete Augen, Halsschmerzen, Durst, Husten mit gelbem Auswurf, Verstopfung
    Wirksame Öle: Pfefferminze, Zitrone, Zitronengras, Zitronenmelisse

 

 

 

 

Quelle: Master Jeffrey Yuen, Essential Oils for Respiratory Wellness, Chiway 2018

Zehn Anti-Stress Tipps

Jean-Philippe Rüegg

Mit der Akupunktur haben wir ein wertvolles Werkzeug um Stressfolge-Erkrankungen zu behandeln. Was gibt es aber für Möglichkeiten, um mit Stress sinnvoll umzugehen und Erkrankungen vorzubeugen? Diese 10-Punkte-Liste wurde von unseren Therapeuten bei New Leaves als kurzen Denkanstoss zusammengestellt. Der Schlüssel im Stressmanagement ist der Aufbau von emotionaler Stärke, die Kontrolle über stressauslösende Situationen übernehmen, ein gutes soziales Netzwerk aufbauen sowie positive Perspektiven schaffen.

1. Aktiv sein

Sportliche Aktivität wird den Stress zwar nicht verschwinden lassen, aber kann dazu führen, dass eine intensive emotionale Aktivierung reduziert werden kann, die Gedankenwelt sich beruhigt und wir ruhiger an die Herausforderung des Alltages herangehen können. Der Kontakt mit der Natur wirkt oft auch Wunder.

2. Kontrolle übernehmen

Es gibt immer die Lösungswege für ein Problem, die jedoch aktiv anzugehen sind. Passiv zu verbleiben und in negativen Gedankengängen, wie „ich kann an meiner Situation nichts verändern“, zu verweilen, wird den Stresspegel aufrechterhalten.

3. Sich ein gutes Netzwerk schaffen

Aktivitäten, die wir mit wohlwollenden Freunden oder Familie unternehmen, helfen und entspannen uns. Spass zu haben aber auch über schwierige Situationen zu sprechen, kann uns helfen, Lösungswege zu entdecken.

4. Me-Time

Nehmen Sie sich Ihren Raum für Ihre Bedürfnisse und Aktivitäten, abseits von Job und daily Business. Ein Nein sich zu erlauben kann, wenn Ihre Kapazitäten ausgeschöpft sind.

5. Neue Ziele setzen

Dies kann Ihnen helfen, mehr Selbstvertrauen zu bekommen und in Ihr persönliches Wachstumspotential zu fördern.

6. Ungesunde Verhaltensmuster vermeiden

Der übermässige Konsum von Alkohol, Nikotin, Drogen aber auch sozialer Medien werden auf längere Dauer nicht Ihre Probleme lösen, sie führen nur temporär zu Entlastung und werden längerfristig schaden.

Überdenken Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten und achten auf eine ausgewogene Ernährung.

7. Seine Stärken für andere nutzen

Hilfsbereitschaft oder ehrenamtliche Tätigkeiten kann uns mit Sinn und Dankbarkeit erfüllen.

8. Den Tagesablauf strukturieren

Setzen Sie Prioritäten und überdenken Sie den Anspruch, Ihre To Do Liste zu leeren, Sie wird sich immer wieder füllen.

9. Positiv denken und Dankbarkeit zeigen

Schreiben Sie täglich drei Dinge auf, die Ihnen gelungen sind oder für die Sie dankbar sind.

10. Umstände akzeptieren, die nicht veränderbar sind

Legen Sie den Fokus auf das Veränderungspotential, das in Ihnen bereits vorhanden ist.

Das Herz in der Chinesischen Medizin

Jean-Philippe Rüegg

Das Herz nimmt in der Chinesischen Medizin einen besonderen Platz ein: es wird als der Kaiser unter den Organen betrachtet. Seine Funktion ist es einerseits, Blut durch den Körper zu pumpen und das Leben zu erhalten. Zusätzlich betrachtet man das Herz als die Residenz des Geistes „Shen“. Shen spiegelt sich in der Präsenz des Menschen wieder, speziell in den Augen, und ist verantwortlich für unser Bewusstsein, Denken, Wahrnehmen und Gefühlsleben. Deshalb spielt das Herz eine zentrale Rolle bei der Behandlung von psychosomatischen und psychischen Problemen. 

 

Der siebte Punkt auf dem Herz-Meridian ist einer der am häufigsten benutzten Akupunktur-Punkte. Sein Name „Shenmen“ bedeutet Tor des Geistes. Er ist einer der besten Punkte, um den Geist zu beruhigen und zu harmonisieren. Zum Wirkungsspektrum von Herz 7 zählen häufig Folgesymptome unserer leistungsorientierten Gesellschaft wie Schlafstörungen, Besorgtheit, Ängste oder Ruhelosigkeit. Der Punkt befindet sich auf Höhe der Handgelenksfalte (beim „Os pisiforme“).

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BBC Sendung über Akupunktur

Jean-Philippe Rüegg

„Damit Akupunktur wirkt, muss man daran glauben“ oder „Das ist doch alles nur Placebo“: diese Aussagen hört man häufig wenn es um das Thema Akupunktur geht. Doch ist das wirklich so? Und was sagt die Wissenschaft dazu? In einer BBC Sendung haben sich Wissenschaftler aus verschiedenen Fachgebieten diesem Thema gewidmet - mit spannenden Resultaten, speziell wenn es um die Behandlung von Schmerzen geht. Dank moderner bildgebender Verfahren ist es heute möglich, sich ein Bild davon zu machen, was im Gehirn passiert wenn eine Nadel gesetzt wird und, was besonders interessant ist, was die Stimulierung der Nadel bewirkt. Lernen Sie in dieser Sendung mehr über die Hintergründe dieser Methode: von den Anfängen vor mehreren Tausend Jahren, über Operationen am offenen Herzen mit Akupunktur-Anästhesie bis hin zum Fazit einer Gruppe von unvoreingenommenen Wissenschaftlern. Die Sendung ist in Englisch.